Einblick und Durchblick: Selbstkritisches zum Lesen

Deutschlands älteste Handelskammer feiert ihr 350-jähriges Bestehen gebührlich. Das stattliche Jubiläum ist gleichzeitig auch Start einer Transparenzoffensive: In verschiedenen Buchprojekten wird die Historie der Kammer präzise, spannend und selbstkritisch erzählt.

Unter dem Titel „Hanseaten unter dem Hakenkreuz“ beschreibt Autor Uwe Bahnsen das Verhalten der Hamburger Kaufmannschaft und der Handelskammer in der NS-Zeit. Das Buch erscheint im März 2015 und liefert unverzichtbare Erkenntnisse über die Kaufleute und ihre wichtigste Institution in den wohl schwersten Jahren der hamburgischen Stadtgeschichte.

So finster die Zeit zwischen Hitlers Machtergreifung und dem Ende des Zweiten Weltkriegs war, so bunt und facettenreich sind Geschichte und Gegenwart der Handelskammer Hamburg insgesamt. Faszinierende Persönlichkeiten mit Wagemut, Gerechtigkeitssinn und Verlässlichkeit haben über die Jahrhunderte die Geschicke der einstigen Commerz-Deputation geprägt. Die Chronik „Wir handeln für Hamburg – 350 Jahre Handelskammer Hamburg“ ist reich illustriert und voller Geschichten über Seefahrer, Kaufleute und Weltreisende. Das Buch zeichnet ein umfassendes Bild über Arbeit und Einfluss der Kammer. Es erscheint zum Geburtstag am 19. Januar 2015.

„Wir handeln für Hamburg“, Verlag Wachholtz, 220 Seiten, 29,90 Euro