Neu!

Gemäldesammlung

Hamburg Museum, Holstenwall T. 438 13 21 00 www.hamburgmuseum.de .

Ernst Eitner war etwa 65 Jahre alt, als er sich an seinem Arbeitsplatz porträtierte. Das 1932 entstandene Selbstbildnis zeigt den Maler vor der Staffelei in seinem Haus am Gnadenberg in Fuhlsbüttel. Nach einer Lithografenlehre hatte er die Hamburger Kunstgewerbeschule besucht und seine Ausbildung später an den Kunstakademien in Düsseldorf und Antwerpen fortgesetzt. Zu seinen Förderern gehörte Kunsthallen-Gründungsdirektor Alfred Lichtwark, der ihn und weitere junge Maler dazu anregte, „hamburgische Landschaften“ zu malen. Inspirationen dafür fand Eitner u. a. im Alstertal ganz in der Nähe seines Fuhlsbütteler Wohnhauses. 1897 gehörte er zu den Gründern des Hamburgischen Künstlerclubs, dessen Mitglieder sich besonders auf die Freilichtmalerei konzentrierten.

Das 144,5 mal 99,5 cm große Selbstporträt befand sich bis vor kurzer Zeit im Besitz der Familie Eitner/Wolters, die noch immer das Eitner-Haus am Gnadenberg bewohnt. Jetzt haben sich die Erben des Malers dazu entschlossen, das Selbstbildnis dem Hamburg Museum als Schenkung zu überlassen. „Es ist eine wichtige Ergänzung unserer Gemäldesammlung, zumal es sich hier nicht nur um das Selbstporträt eines bedeutenden Hamburger Malers handelt, sondern diesen auch noch in seinem persönlichen Wohn- und Arbeitsumfeld zeigt“, sagt Ortwin Pelc, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hamburg Museum.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.