Die Galerie der ehemaligen Chefredakteure

Von 1948 bis 2011 standen acht Männer an der Spitze der Redaktion. Ihre Bilder hängen neben dem Büro von Lars Haider

1948 bis 1952: Wilhelm Schulze. Der gebürtige Hamburger – wegen seiner Zeit als Japan-Korrespondent auch „Schulze-Tokio“ genannt – war erster Chefredakteur und Politik-Ressortleiter. Der Vollblutjournalist leitete die Zeitung vier Jahre

1952 bis 1965: Otto Siemer war beim Abendblatt zunächst Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur. 1952 rückte er auf den Chefsessel nach. Der „unerschütterlich ruhende Pol“ hatte immer eine offene Tür für die Mitarbeiter

1965 bis 1969: Martin Saller. Nach sechs Jahren im Politik-Ressort und zehn Jahren als Korrespondent in Paris wurde Martin Saller 1965 Chefredakteur. 1969 verließ der liberale Denker die Redaktion und ging als Korrespondent nach Tokio

1969 bis 1983: Werner Titzrath. Der ehemalige Stellvertreter übernahm 1969 den Abendblatt-Chefsessel. Der Bonn- erfahrene Schreiber galt als Gralshüter des Abendblatt-Stils. Er prägte die Zeitung bis zu seinem Tod im August 1983

1983 bis 1989: Klaus Korn kam 1978 auf Umwegen von der „Welt“ zum Abendblatt. Der vorwärtstreibende Journalist übernahm 1983 für Titzrath die Redaktionsleitung, danach wurde er Chefredakteur – sechs Jahre später Herausgeber

1989 bis 2001: Peter Kruse, nachdenklicher Redaktionslenker, griff am liebsten selbst zur Feder. Er modernisierte das Abendblatt behutsam und bewahrte die gewachsene Tradition. Nach zwölf Jahren wurde er zum Herausgeber berufen

2001 bis 2008: Menso Heyl hat das Abendblatt radikaler modernisiert als alle Chefredakteure vor ihm. Und darauf geachtet, dass die Seele des Blattes keinen Schaden nimmt. Die Zahl der Journalisten-Preise für Mitarbeiter stieg stark an

2008 bis 2011: Claus Strunz veränderte das Abendblatt in kurzer Zeit grundlegend – vor allem hinsichtlich digitaler Transformation. 2011 wurde Strunz Geschäftsführer des Bereiches TV- und Videoproduktionen bei Axel Springer

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