Erinnerung an Johannes Brahms

Joachim Mischke

"Es liegt in einer der krümmsten, engsten und dunkelsten Gassen des Gängeviertels, das Gesindel aller Art in seinen lichtscheuen Spelunken beherbergte." Johannes Brahms' erster Biograf Max Kalbeck beschrieb das Geburtshaus des späteren Hamburger Ehrenbürgers drastisch, um dessen Aufstieg aus einfachen Verhältnissen zu dramatisieren. Am 7. Mai 1833 wurde Brahms hier als Sohn eines Musikers geboren, in einem von Arbeitern bewohnten Zehnfamilienhaus. Das Gebäude selbst wurde 1943 ein Raub der Flammen. Auf einem Platz neben den Resten des Gängeviertels und in unmittelbarer Nachbarschaft des Verlagshauses erinnert ein Denkmal an Brahms. Auf ihm ist auch ein Duplikat jener Tafel angebracht, die einst am Haus im Specksgang an den Komponisten erinnerte.