Zeitschriften

Hörzu & Co. - aus Hamburg in die Welt

Lesedauer: 2 Minuten
Andreas Wiele

Zeitschriften in ihrer ganzen Vielfalt sind ein bedeutendes Standbein der Axel Springer AG in der Hansestadt

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

"Die Setzer hatten sich aus einer Benzintonne eine Art Ofen gebaut, um sich an ihm ab und zu die steif gewordenen Hände wärmen zu können, denn ihre Arbeitsgeräte, die Winkelhaken und der Bleisatz, waren eiskalt und froren ihnen mitunter an den Fingern fest." So erinnerte sich der Gründungschefredakteur Eduard Rhein an die Herstellung der ersten Ausgabe der Hörzu am 11. Dezember 1946, nur wenige Jahre vor dem Umzug in das neue Verlagshaus am heutigen Axel-Springer-Platz.

64 Jahre später im gleichen Verlagshaus: Christian Hellmann, elfter Chefredakteur der Hörzu, begutachtet eine von Woodwing-Programmierern entwickelte Betaversion der iPad-Applikation der Hörzu, die es erlauben wird, mit einem Fingertippen auf die spiegelglatte Oberfläche des Lesegeräts die gewünschte Fernsehsendung auf dem heimischen Festplattenrekorder zu speichern. Werkzeuge und Begriffe haben sich verändert, der Rohstoff "Fernsehinformation" ist allerdings der gleiche geblieben, der Auftrag der Hörzu auch: Woche für Woche wählen die Redakteure die besten Fernsehsendungen für ihr Publikum aus, vertrauen Millionen von Leserinnen und Lesern den Empfehlungen.

In den Jahren nach Gründung der Hörzu hat der Verlag eine große Zahl marktführender Zeitschriften entwickelt, die Axel Springer nicht nur zum größten Zeitungsverlag des Landes gemacht haben, sondern auch zu einem seiner größten Magazinmacher. 689 Frauen und Männer produzieren im Hamburger Verlagshaus heute Europas größte Autozeitschrift Auto Bild, Europas größte Frauenzeitschrift Bild der Frau, die größte Computerzeitschrift Computer Bild und mit Sport Bild die größte Sportzeitschrift des Kontinents sowie sechs weitere Programmzeitschriften von Funk Uhr bis TV Digital.

Rund 26 Millionen Menschen lassen sich von unseren in Hamburg gemachten Zeitschriften unterhalten, informieren und beraten. Diese Botschafter des freien Wortes tragen auch ein Stück Hamburg in die weite Welt, das wir an jedem der 90 000 Kioske und anderen Verkaufsstellen wiederfinden können, wie einen Gruß aus der Heimat. Christian Hellmann und seine Kollegen arbeiten jetzt mit Begeisterung daran, Wort und Gruß über das Papier hinaus auf eine immer größer werdende Zahl digitaler Endgeräte zu bringen. Auch diesem Anfang liegt ein Zauber inne.

Andreas Wiele ist Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften