Die Trends zur CeBIT 2007

Entwicklungen und Perspektiven aus der IT-Branche zur bevorstehenden Computermesse CeBIT in Hannover.

Hamburg. SCHNELLES INTERNET ÜBERALL: Neue Dienste auf UMTS-Basis sollen es endlich möglich machen, dass man auch unterwegs von den Vorzügen schneller Datenleitungen profitieren kann. Das ist die Voraussetzungen für den Erfolg mobiler Dienste zum Beispiel für Video oder Musik. Aktuell werden Netze für Download-Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit pro Sekunde aufgebaut - mehr als viele auf ihrer heimischen DSL-Leitung haben. Die Kosten für die Nutzung sind aber natürlich viel höher.

ALLES ÜBER IP: die Entwicklung ist erst am Anfang, doch viele Experten sind überzeugt, dass demnächst auch Telefonie und Fernsehen grundsätzlich als kleine Datenpakete per Internet-Protokoll (IP) geliefert werden. Für die Anbieter senkt das im Endeffekt die Kosten, da die Infrastruktur vereinheitlicht wird. Zugleich müssen die Schwächen der IP-Technik aufgefangen werden - zum Beispiel das Risiko, dass manche Datenpäckchen unterwegs verloren gehen. Erste Schritte in diese Richtung sind klar sichtbar. So rüstet Arcor sein Netz als so genanntes Next Generation Network (NGN) auf IP-Basis um, der niederländische Telekom-Konzern KPN will 2010 sein herkömmliches Telefon-Netz komplett abschalten.

MEHR TOUCHSCREEN-DISPLAYS: Geräte wie Handys oder PDAs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen gab es schon längst. Das neue Schlagwort ist Multi-Touchscreen - Bildschirme, die auch Bewegungen mehrerer Finger auf dem Display erkennen können und somit auch eine komplexe Bedienung erlauben. Aktuelles Paradebeispiel ist das kommende erste Apple-Handy iPhone - dem Vernehmen nach kommen die Bildschirme vom deutschen Unternehmen Balda. Auch Konkurrenten setzten die Technik aber ein.

SOFTWARE AUS DEM NETZ: Die Vision, dass Programme gar nicht erst auf dem PC installiert sein müssen, sondern aus dem Netz laufen können, ist nicht neu. Erst mit der Verbreitung schneller Internet-Leitungen wird sie nun immer mehr zur Wirklichkeit. In den vergangenen Wochen baute Google sein Angebot Netz-basierter Büroprogramme aus und Adobe kündigte eine Web-Version seiner Bildbearbeitungssoftware Photoshop an. Auch der Windows-Hersteller Microsoft hat den Trend im Blick.

EXPLOSION DER DATENMENGE: Ob Bilder, Videos oder Texte - alles Mögliche ist inzwischen digital. Also wächst die Menge der Daten auf der Welt lawinenartig an. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC bezifferte die Größe des "digitalen Universums" 2006 auf 161 Milliarden Gigabyte. Bis 2010 werde sich die Menge der Daten versechsfachen, hieß es. Auch die Menge an Informationen, die durch die weltweiten Datenleitungen fließen, wächst mit dem wachsenden Interesse zum Beispiel an Videodiensten immer schneller.