iPhone: Namensstreit

Cisco Systems verklagt Apple

Nur einen Tag nach der Vorstellung des Handys „iPhone“ durch den Computerkonzern Apple ist ein Streit über das Namensrecht entbrannt.

Der Netzwerk-Ausrüster Cisco Sytems erklärte, er habe Klage gegen Apple eingereicht, da Cisco die Rechte an der Bezeichnung "iPhone" halte. Die Aktien von Apple gaben in Folge der Nachricht 1,3 Prozent nach. Eine Cisco-Sprecherin hatte noch am Dienstag gesagt, es werde wohl eine umgehende Einigung mit Apple geben. Beiden Firmen führten bereits Diskussionen über den Markennamen. Apple-Chef Steve Jobs hatte sich ähnlich geäußert.

Cisco wollte nach eigenen Angaben in den Gesprächen mit Apple auch eine Kooperation in bestimmten Bereichen erreichen. Apples Ankündigung zum Einstieg in den Handy-Markt hat die Branche und die Finanzmärkte weltweit aufhorchen lassen. Apples iPhone mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm statt einer Tastatur soll den millionenfach verkauften Multimediaplayer iPod mit einem Mobiltelefon und einem Taschencomputer vereinen. Jobs hatte von einem "revolutionärem Produkt" gesprochen.

"Es gibt keinen Zweifel, dass das neue Telefon von Apple sehr aufregend ist", erklärte Cisco-Justiziar Mark Chandleram Mittwoch in San Francisco. "Aber ohne unsere Erlaubnis sollten sie nicht unsere Marke verwenden."

Cisco hat die Rechte im Jahr 2000 mit der Übernahme der Firma InfoGear Technology erworben, die die Marke "iPhone" für sich registrieren ließ. Der Linksys-Geschäftsbereich von Cisco brachte vor drei Wochen ein Telefon mit der Modellbezeichnung iPhone heraus, das für die Internet-Telefonie (VoIP) entwickelt wurde. Chandler sagte, es habe Verhandlungen mit Apple über die Nutzung des Namens gegeben, nachdem Apple darum gebeten habe. Die Rechte seien aber weiter bei Cisco geblieben.