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Neues Mini-SUV aus Frankreich

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Mario Hommen

Detailverliebt und raffiniert: Der DS3 Crossback steht für die globale Eroberungsstrategie der jungen Marke

Mit dem neuen DS3 Crossback bläst die PSA-Gruppe in gleich mehrfacher Weise zum Angriff. Seine Premiere auf dem Pariser Autosalon (2. bis 14. Oktober) markiert einen weiteren Schritt in der Wachstumsstrategie der noch jungen Automarke DS. Darüber hinaus handelt es sich um den ersten ­Abkömmling auf neuer CM-Plattform, die den Schwestermarken Citroën, Opel und Peugeot als Grundlage für ebenfalls neue Modelle dienen wird.

DS soll den wachsenden Bedarf nach Exquisitem bedienen und dabei vor allem auch auf einen besonderen französischen Touch setzen, denn wie kaum ein anderes Land steht Frankreich für Luxus und Lebensart. Mit dem großen SUV-Modell DS7 hat die PSA-Tochter Anfang 2018 ihr erstes Modell dieser neuen Premium-Fokussierung eingeführt. Im April 2019 startet dann der DS3 Crossback, dem in den kommenden sechs Jahren sechs weitere Modelle in nahezu allen relevanten Segmenten folgen sollen.

Beim DS3 Crossback handelt es sich um ein mit viel Detailverliebtheit durchgestyltes Kleinwagen-SUV. Im Vergleich zum bisherigen Dreitürer DS3 hat der grundsätzlich fünftürige Crossback 17 Zentimeter in der Länge zugelegt und kommt nun auf 4,12 Meter. Der hochbeinige Crossback, der serien­mäßig auf 18-Zoll-Rädern steht, bietet einen prägnanten, großen Kühlergrill, der von so eigenwillig wie edel wirkenden Hightech-Leuchten flankiert wird. Diese setzen grundsätzlich auf LEDs, gegen Aufpreis gibt es Matrix-Technik, die unter anderem das Fahren mit Dauerfernlicht erlaubt.

Das Cockpit setzt auf zwei große Displays. Das kleinere hinter dem Lenkrad zeigt vor allem fahrrelevante Informationen an, die sich teilweise außerdem über ein Head-up-Display direkt ins Blickfeld des Fahrers pro­jizieren lassen. Mittig im Armaturenbrett befindet sich außerdem ein mehr als zehn Zoll großer Touchscreen, der unter anderem als Anzeige- und ­Bedieneinheit für Infotainmentsystem und Klimaautomatik dient. Besonderen Wert hat DS auf die Wahl der Materialien gelegt. Klavierlack-Oberflächen, Chromrähmchen, Metalloberflächen oder auf alt gemachtes und aufwendig gestepptes Nappaleder sorgen für ­besondere Behaglichkeit. Ebenfalls großen Wert haben die Designer beim Styling der mit der Blechhaut bündigen Türgriffe gelegt. Nähert man sich dem Fahrzeug mit einem Türöffner, fahren die Griffe automatisch aus.

Im April 2019 startet der vermutlich um 25.000 Euro teure DS3 Crossback mit drei Benzinern mit 74 kW/100 PS, 96 kW/130 PS und 114 kW/155 PS. Statt mit Handschaltgetriebe, wie bei den schwächeren Versionen, wird der stärkste Motor mit einer Achtgangautomatik kombiniert. Alternativ gibt es einen Diesel mit 96 kW/130 PS. Fahrleistungen und Verbrauchswerte werden noch nicht genannt.

Ende kommenden Jahres kommt der e-DS3 Crossback auf den Markt. Dank einer 50-kWh-Batterie, die im Unterboden zwischen den Achsen integriert wurde, sollen im WLTP-Zyklus mehr als 300 Kilometer Reichweite drin sein. Ein Preis für den Stromer wird noch nicht genannt.