Bei Urlaubsfahrt nicht auf den Zeitplan aus dem Navi verlassen

Zeitdruck bei der Autofahrt in den Urlaub erhöht das Unfallrisiko. Davor warnt Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Clubs Europa (ACE). Vor allem sollten sich Reisende nicht von den Angaben des Navigationsgerätes blenden lassen. „Diese sind komfortabel, geben aber die Fahrtzeit unter idealen Bedingungen an.“ Stau und andere Verzögerungen würden nicht einberechnet. Im Stau verschiebt sich die vom Navi angegebene Ankunftszeit immer weiter nach hinten. „Das löst bei vielen Autofahrern den Reflex aus, verlorene Zeit aufholen zu wollen“, sagt Hillgärtner.

Die Folge seien aggressiveres Fahren und erhöhte Unfallgefahr. Der ACE-Sprecher empfiehlt, in der Reiseplanung unabhängig von den Angaben des Navis Zeitpolster einzuplanen. „So lassen sich Verzögerungen abfangen. Außerdem bleibt Zeit für ausreichende Pausen.“ Besonders wenn Kinder dabei sind, sollten Fahrer alle zwei Stunden Rast machen und Möglichkeiten zum Austoben geben. Allgemein rät Hillgärtner, den Urlaub schon auf der Fahrt zu beginnen. „Alle sollten sich Zeit nehmen und sich nicht unter Druck setzen, falls es später als geplant wird.“

( (dpa) )