Finanzkrise erhöht Chancen auf Schnäppchen beim Autokauf

Die Finanzmarktkrise beschert Autokäufern Rekordrabatte bei Neuwagen. Das bereits hohe durchschnittliche Rabattniveau von 16,5 Prozent werde in den kommenden Monaten voraussichtlich noch um mehrere Prozentpunkte steigen, glaubt Ferdinand Dudenhöffer Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Essen/Duisburg. Bei Neuwagen hält der Experte einen weiteren Anstieg der aktuellen Nachlässe auf knapp 20 Prozent für möglich. Bereits eingerechnet seien dabei Vergünstigungen durch Sondermodelle, besondere Konditionen für Lagerwagen und zusätzlich vom Händler gewährte Rabatte. "Die Voraussetzungen für den Autokauf sind recht gut", bestätigt auch Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise gebe es bei den Händlern eine große Bereitschaft, über das normale Maß hinaus Rabatte zu gewähren. Von Fall zu Fall seien für Neuwagen Nachlässe von 15 bis 20 Prozent drin. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Händler sollten Autokäufer keine Skrupel haben, das Thema Rabatte anzusprechen, rät ACE-Sprecher Hillgärtner: "Die Kunden sind nicht die Diakonie der Händler." Bedenken sollten sie jedoch, dass es aufgrund der Finanzkrise Probleme bei der Finanzierung geben könnte. So sei es möglicherweise schwieriger, von den Autobanken einen Kredit zu bekommen. Barzahler seien in dieser Lage eindeutig bessergestellt.

Noch unklar ist, mit welchen Stützungsmaßnahmen die Bundesregierung der Autoindustrie tatsächlich unter die Arme greifen wird und wie sich das auf das Preisniveau auswirken wird. Geplant ist offenbar, Neuwagen, die die Abgasnormen Euro 5 (über-)erfüllen, für zwei Jahre von der Kfz-Steuer zu befreien. Zudem sind auch Finanzierungsbeihilfen in der Diskussion.

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