Sonneneruption

Sonnenstürme nehmen zu: Droht jetzt Blackout-Gefahr?

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Start der H3-Weltraumrakete in Japan abermals gescheitert

Start der H3-Weltraumrakete in Japan abermals gescheitert

In Japan ist erneut der Start einer Rakete modernster Bauart ins Weltall gescheitert. Nach Angaben der Weltraumbehörde Jaxa musste die Rakete des Typs H3 nach ihrem zunächst erfolgreichen Start zerstört werden.

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Sonnenstürme könnten künftig häufiger in Richtung Erde ausbrechen, warnen Forscher. Das kann negative Folgen auf unsere Technik haben.

Berlin. Sonnenstürme sind für faszinierende Polarlichterverantwortlich. In diesem Jahr traten diese sogar über Deutschland auf. Die schönen Lichter sind aber nur die optische Folge von Sonneneruptionen. Entscheidender für das Leben auf der Erde ist, was sich dabei physikalisch abspielt. Denn in unserer hochtechnologisierten Welt können Sonnenstürme auch erhebliche Schäden anrichten und insbesondere Satelliten stören.

Was passiert bei einer Eruption? Dabei rasen hochenergetische Teilchen und eine Plasmawolke vom Stern im Zentrum des Sonnensystems binnen kurzer Zeit die rund 150 Millionen Kilometer zu unserem Heimatplaneten. Das Plasma kann dabei mehrere zehn Milliarden Tonnen Masse umfassen. Es besteht aus Protonen, Elektronen und den Kernen schwerer Elemente wie Helium, Sauerstoff oder Eisen.

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Sonnenstürme: Starke Eruptionen nehmen zu

Diese Teilchen können für die technische Infrastruktur auf der Erde und im All gefährlich werden. Satelliten oder ganze Stromnetze können in der Folge ausfallen. Das passierte bislang eher selten, doch die Sonnenaktivität nehme gerade deutlich zu, warnen Wissenschaftler.

Wie die "Washington Post" berichtet, haben Wissenschaftler zu Beginn des Jahres bereits drei Sonneneruptionen der Klasse X bemerkt. Das ist die Stärkste Stufe der Skala in der Sonnenstürme gemessen werden. Die Sonnenstürme seien dabei allerdings nicht in Richtung der Erde geschleudert worden.

Weltall: Wird die Sonne zur Gefahr?

Die sogenannte Sonnenaktivität nimmt in ihrem rund elf Jahre dauernden Zyklus derzeit wieder zu, heißt es auch bei der Europäischen Weltraumbehörde (ESA). Mit dem Maximum muss laut der Koordinatorin der Weltraumwettermission beim Esa-Standort in Darmstadt, Melanie Heil, 2025 gerechnet werden.

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Das liegt auch daran, dass sich der Erde dann ein Teil der Sonne zuwendet, auf dem sich zahlreiche koronale Löcher befinden. Die sind auf der Sonne als dunkle Flecken zu sehen. Sie haben eine geringere Temperatur als der umliegende Teil der Sonnenoberfläche und sind häufig Ursprung von Sonnenstürmen. Für Stromnetz- und Satellitenbetreiber heißt es künftig: wachsam bleiben. (lro/dpa)

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