Wintergetränk

Glühweine im Test oft mangelhaft – einige rochen nach Urin

Ende 2015 testeten die Kontrolleure verschiedene Glühweinstände in Norddeutschland.

Ende 2015 testeten die Kontrolleure verschiedene Glühweinstände in Norddeutschland.

Foto: Jens Wolf / dpa

Beim Test von Glühweinen auf Märkten haben Lebensmittelkontrolleure etliche Mängel festgestellt. Einer davon war besonders ekelhaft.

Rostock.  Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei hat verschiedene Glühweine in Norddeutschland untersucht und dabei Erschreckendes festgestellt: Jeder fünfte Glühwein wurde von den Testern beanstandet. Die Mängel reichten vom Geruch nach Mäuse-Urin über zu wenig Alkohol bis zu einem erhöhten Gehalt an Nickel, wie die Behörde mitteilte.

Bei dem Test seien 58 Proben von Glühweinständen und Märkten in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg genommen und anschließend im zuständigen Kompetenzzentrum für Wein und Spirituosen im Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg untersucht worden. Um festzustellen, ob Mängel erst durch unsachmäßiges Erhitzen entstanden sind, wurden jeweils Proben vor und nach dem Erhitzen genommen.

Glühweingeruch erinnerte an Mäuse-Urin

Von den erhitzten Proben wurden drei unter anderem wegen eines unangenehmen Geruchs – der an Mäuse-Urin erinnnert – beanstandet. Zusätzlich wiesen zwei von drei Proben den vorgeschriebenen Mindestalkoholgehalt von 7 Volumenprozent nicht auf, weil der Alkohol offenbar verkocht wurde. Bei einer Probe wurde zudem ein erhöhter Nickelgehalt im Heißgetränk festgestellt. Das Landesamt rät deshalb, Glühwein nur in unbeschädigten Emailletöpfen, in hitzebeständigem Glas oder Edelstahltöpfen zu erhitzen.

Bei sieben Proben machten Händler zudem falsche Inhaltsangaben und verkauften Fruchtglühweine fälschlicherweise als Glühwein, hieß es. (bk/dpa)