Ratgeber

Lagermöglichkeiten außer Haus

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Ein Wohnungswechsel kann zunächst auch eine böse stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern birgt auch so manchÜberraschung sein. Denn der Ein- und Auszug können sich überschneiden, der Neu- oder Umbau werden nicht rechtzeitig fertig oder die neue Wohnung ist viel kleiner als die alte. – und bietet obendrein überhaupt keinen Stauraum – weder im Keller, noch auf dem Dachboden. So stehen Umziehende schnell vor einem Platzproblem.

Da hilft nur eins: Ausmisten und Platz schaffen.Aber wohin mit all den Dingen, von denen man sich nicht trennen mag? Vor allem in den deutschen Großstädten – und so auch in Hamburg, wo Wohnraum knapp ist,weichen deshalb immer mehr Menschen auf Selfstorage-Center ausum dort einen Teil ihrer Habe sicher einzulagern. Hinter den Fassaden eher unscheinbarerder architektonisch eher unattraktiven Gebäude verbergen sich Lagerräume für Antiquitäten, Akten, Bücher, Möbel, Kleidung, Sportgeräte oder sogar private Sammlungenvon privaten und gewerblichen Kunden.

Allein MyPlace-SelfStorage einer der Pioniere der Branchebetreibt in Hamburg fünf Häuser mit knapp 4000 Abteilen. auf rund 21.000 Quadratmetern.Bei MyPlace lagert zum Beispiel eine Playmobil-Zirkussammlung Tür an Tür mit den Erinnerungsstücken einer Wahl-Hamburgerin aus New York und den in 200 Kartonsverpackten Habseligkeiten eines Auswanderer-Ehepaars. „Bei uns gibt es nichts, was es nicht gibt“ erzählt Matthias Walden, Verantwortlicher für den Standort in der Hansestadt. In Hamburg sind fünf Mitglieder im Verband deutscher Selfstorage-Unternehmen – Citylager, MyPlace, Pickens Selfstorage, Prime Selfstorage und Secur –mit Lagerräumen an zwölf Standorten vertreten. Zugelassen sind nur Unternehmen, die geschlossene, sichere, saubere und sichtgeschützte Einheiten unterschiedlicher Größe zu flexiblen Mietzeiten anbieten und die DIN-Norm erfüllen. Diese sieht außerdem vor, dass die Räume trocken, gut beleuchtet und alarmgesichert sind. Die Temperatur muss mindestens zwölf Grad betragen. Außerdem sollen die Räume fast rund um die Uhr zugänglich sein: Viele Center sind von sechs bis 22 Uhr geöffnet.

Die Größe der Lagerräume ist frei wählbar. Sie beginnt normalerweise bei einem Quadratmeter und kann bei 100 Quadratmetern enden. Die Höhe der Mieteinheiten beträgt zwischen 2,85 und drei Metern. Eingelagert werden darf fast alles – bis auf Verderbliches, lebende Tiere, brennbare, explosive Stoffe oder gefährliche chemische Substanzen. Die Lagerung von Motorrädern ist oft unerwünscht. Einige Center halten zudem ganz spezielle Räumlichkeiten vor. Bei Pickens Selfstorage beispielsweise gibt es Weinstorage-Lagerräume. mit einer konstanten Temperatur von 13 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 73 Prozent

Der Mietpreis richtet sich nach der Quadratmeterzahl. Er sinkt mit Größe der Fläche und Mietdauer. Einen Quadratmeter gibt es ab etwa 30 Euro. Bleibt die Frage nach der Versicherung: Private Gegenstände sind normalerweise über die Hausratversicherung abgedeckt. Sollen allerdings Kunstgegenstände oder Schmuck verwahrt werden, empfiehlt sich das Abschließen einer zusätzlichen Versicherung.

Weitere Infos unter www.selfstorage-verband.de