Mehr Geld, mehr Leistungen: Was das neue Pflegegesetz bringt

Ab dem 1. Januar 2015 gilt das neue Pflegestärkungsgesetz. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen verbesserte und flexiblere Leistungen nutzen können. Außerdem gibt es für fast alle Leistungen der Pflegekassen vier Prozent mehr Geld.

Das Pflegegeld erhöht sich für die Pflegestufen eins bis drei. In Pflegestufe eins werden statt 235 Euro künftig 244 Euro gezahlt, in Pflegestufe zwei statt 440 nun 458 Euro. Bei Pflegestufe drei gibt es statt 700 Euro dann 728 Euro. Dafür müssen die Versicherten keinen Antrag stellen. Die Umstellung auf die neuen Beträge erfolgt automatisch.

Wer berufstätig ist und akut die Pflege eines Angehörigen organisieren muss, kann sich ab Jahresbeginn zehn Tage lang vom Arbeitgeber freistellen lassen, ohne Gehalt einzubüßen. Bislang waren die zehn Tage unbezahlt. Das neue Pflegeunterstützungsgeld wird mit 90 Prozent des Nettolohns von der Pflegeversicherung bezahlt.

Pflegestufe null: Demenzkranke, die in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind – also sich beispielsweise nicht mehr selbst anziehen oder waschen können – werden seit 2013 der Pflegestufe null zugerechnet. Sie erhalten zum ersten Mal Zugang zu allen ambulanten Leistungen der Pflegeversicherung. So haben sie Anspruch auf teilstationäre Tages- und/ oder der Nachtpflege sowie auf Kurzzeitpflege.