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Schlaf- und Fressplatz sind tabu

Eltern sollten Kind und Hund nie zusammen in einem Raum alleine lassen. Das sei die erste Grundregel, um zu vermeiden, dass das Tier das Kind beißt, erklärt Katrin Voigt, Tierärztin für Verhaltenstherapie.

Bereiche im Haus sollten definiert werden, wo Kind und Hund einander in Ruhe lassen, rät Voigt, Leiterin eines Kind-und-Hund-Workshops beim Bundesverband für Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV). Das Kind müsse lernen, dass Schlaf- und Fressplatz des Hundes tabu sind.

Der Hund wiederum habe nichts im Kinderzimmer und schon gar nichts im Kinderbett zu suchen. Eltern könnten beispielsweise die Tür zum Kinderzimmer schließen oder ein Gitter davor anbringen. Das sei bei Kindern bis zum Beginn der Schulzeit ratsam. "Das Problem ist, dass besonders Kleinkinder Hunde eher als Stofftiere sehen", sagt Voigt. Wenn der Nachwuchs das Tier bei der Herumtollerei wie ein Kuscheltier behandele, sei die Gefahr am größten, dass der Hund das Kind beißt. Kinder müssten lernen, das Tier in Ruhe zu lassen. Reagiere es nicht auf Lockrufe, wolle es nicht spielen.

( (dpa) )