Bisphenol A

Giftstoffe in Kassenbons. Kritik von Greenpeace

Die auf Thermopapier gedruckten Kaufbelege der Kette „Edeka" enthalten das umstrittene Bisphenol A (BPA), wie eine Studie des „Greenpeace Magazins" ergab, die am Dienstag in Hamburg veröffentlicht wurde. „Kaiser’s" setzt demnach Bisphenol S (BPS) ein, das ebenfalls als möglicherweise gesundheitsschädlich gilt.

Hamburg. Greenpeace warnt vor Giftstoffen in den Kassenbons von Supermarktketten. Die auf Thermopapier gedruckten Kaufbelege der Kette „Edeka“ enthalten das umstrittene Bisphenol A (BPA), wie eine Studie des „Greenpeace Magazins“ ergab, die am Dienstag in Hamburg veröffentlicht wurde. „Kaiser’s“ setzt demnach Bisphenol S (BPS) ein, das ebenfalls als möglicherweise gesundheitsschädlich gilt. Andere Supermärkte sind der Studie zufolge auf Ersatzstoffe umgestiegen.

Untersuchungen deuten Greenpeace zufolge darauf hin, dass BPA unter anderem die Reifung des Gehirns von Kleinkindern und die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Die Substanz, die auch in Kunststoffen enthalten ist, wirke ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen, erklärte die Umweltschutzorganisation. BPA befindet sich demnach als Farbentwickler an der Oberfläche von Thermopapier und kann über die Haut ins Blut gelangen. BPS gilt als ähnlich problematisch.

„Aldi Nord“, „Lidl“ und die Deutsche Bahn benutzen der Untersuchung zufolge den Ersatzstoff Pergafast 201. „Rewe“ verwendet die Chemikalie D-8. Das gelte höchstwahrscheinlich auch für „Galeria Kaufhof“ und die Deutsche Post, hieß es. Die beiden Ersatzstoffe seien für den Menschen weniger bedenklich als BPA, aber nicht risikofrei. Eine Untersuchung vor einem Jahr hatte noch ergeben, dass sieben der acht getesteten Unternehmen in ihren Kassenbons giftige Bisphenole verwendeten.

(EPD)