14. Februar

Valentinstag war in Norddeutschland ein Unglückstag

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Im 19. Jahrhundert galt: Kinder, die am 14. Februar geboren werden, sterben früh. Brauch vom "Tag der Verliebten" kam erst später aus England.

Mannheim. Norddeutsche können den Valentinstag mit Recht boykottieren. Denn noch im 19. Jahrhundert haftete dem Valentinstag in Norddeutschland, Böhmen und Schlesien etwas Unglückseliges an: „Kinder, die am 14. Februar geboren werden, werden nicht alt", lautete damals ein gängiger Aberglaube.

„Der Tag galt als Geburtstag des Verräters Judas“, sagte der Leiter der Dudenredaktion, Werner Scholze-Stubenrecht. Erst im 20. Jahrhundert sei es auch in Deutschland Mode geworden, der Liebsten am 14. Februar Blumen zu schenken. „Der Valentinstag, wie wir ihn heute kennen, kommt ursprünglich aus England, erste Erwähnungen stammen bereits aus dem 14. Jahrhundert“.

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