Verbraucher-Warnung

So gefährlich ist das Trendgetränk Bubble Tea

Eigentlich besteht Bubble Tea aus rein natürlichen Zutaten. Doch der Mode-Drink enthalte vielfach Farb- und Aromastoffe, Säuerungsmittel und Konservierungsstoffe, kritisieren die Verbraucherschützer.

München. Das Trendgetränk Bubble-Tea ist nicht nur wegen seiner schrillen Farbe umstritten. Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor dem Modegetränk mit den erbsengroßen Kugeln. Bubble Tea enthalte vielfach Farb- und Aromastoffe, Säuerungsmittel und Konservierungsstoffe, kritisierten die Verbraucherschützer. Eine Stichprobe im Raum München habe ergeben: „Diese sind nicht immer klar gekennzeichnet.“ Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist dies auch in anderen Bundesländern zu beobachten.

Eigentlich besteht Bubble Tea aus rein natürlichen Zutaten. Mittlerweile würden in den quietschbunten Kultgetränken aber oft Zusatzstoffe verwendet, die eigentlich angegeben werden müssten. „Für besonders empfindliche Menschen wäre auch eine Kennzeichnung von allergieauslösenden Inhaltsstoffen wünschenswert“, betonte Krehl. Das ist allerdings erst ab 2014 gesetzlich vorgeschrieben.

Bubble Tea enthält Kügelchen, die zusammen mit dem Getränk über einen dicken Strohhalm aufgesogen werden. Die glibberigen Perlen sind teilweise mit Fruchtsirup gefüllt und werden im Mund zum Platzen gebracht.

Das Getränk ist insgesamt nicht unumstritten. Im Februar bereits hatte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands vor Bubble Tea gewarnt. Kleinkinder könnten sich leicht an den Kügelchen verschlucken. Die Befürchtung: Geraten die Kügelchen über die Luftröhre in die Lunge, könnten sie zu einer Lungenentzündung oder sogar zu einem Lungenkollaps führen. Auch die Techniker Krankenkasse warnte vor dem Mode-Drink. Der Grund: viel zu viel Zucker. Ein 0,2-Liter-Becher Bubble Tea enthalte mit 300 bis 500 Kalorien rund ein Drittel des Tages-Energiebedarfs eines Kindes.

Mit Material von dpa

( (dpa) )