«Klimastreik»

Fridays For Future demonstriert in 200 deutschen Städten

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg (M) aus Schweden nimmt an einer «Fridays for Future»-Demonstration in Hamburg teil.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg (M) aus Schweden nimmt an einer «Fridays for Future»-Demonstration in Hamburg teil.

Foto: Christian Charisius/dpa

100 Milliarden Euro: Dieses Sondervermögen stellte Bundeskanzler Olaf Scholz in Sachen «Zeitenwende» für die Bundeswehr bereit. Im Klimaschutz sollte das auch gehen, findet Fridays for Future.

Berlin. In ganz Deutschland und vielen weiteren Ländern sind an diesem Freitag Demonstrationen für mehr Klimaschutz geplant. Die Klimaschutzbewegung Fridays For Future rief zu einem weltweiten «Klimastreik» auf. Allein in Deutschland soll es Proteste in mehr als 200 Städten geben. Größere Demonstrationen sollen unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln stattfinden. 270 Aktionen seien geplant. Unterstützt wird der Aufruf von vielen Natur- und Umweltschutzverbänden.

Fridays For Future fordert, erneuerbare Energien «radikal auszubauen» und eine konsequente Verkehrswende schnell umzusetzen. Nötig sei dafür ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro. Damit solle dann auch allen Menschen der dauerhafte Zugang zu bezahlbarer Energie gewährleistet werden. «Klimaschutz & sozialer Ausgleich sind kein Entweder-oder, sondern nur zusammen möglich», betont die Bewegung. Auch international müsse Klimagerechtigkeit hergestellt werden, armen Staaten müssten die Schulden erlassen werden.

Zur Demonstration in der Berliner Innenstadt sind 8000 Teilnehmer angemeldet. Auftreten sollen der Autor Marc-Uwe Kling («Die Känguru-Chroniken») und die Band Von Wegen Lisbeth. Die Demonstration startet um 12.00 Uhr im Invalidenpark und führt durch das Regierungsviertel.

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