Flüchtlinge aus Syrien

Weißhelme gerettet: Deutschland nimmt wohl 47 Menschen auf

Menschen werden von israelischen Soldaten vor den Kämpfen in Syrien in Sicherheit gebracht.

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Menschen werden von israelischen Soldaten vor den Kämpfen in Syrien in Sicherheit gebracht. Foto: dpa

Berlin. Nach der Rettung Hunderter Mitglieder der syrischen Zivilorganisation Weißhelme nimmt Deutschland voraussichtlich 47 Menschen auf.

Die Bundesrepublik wolle acht Mitarbeitern der Weißhelme sowie deren Ehepartnern und minderjährigen Kindern Zuflucht bieten, sagte eine Sprecherin von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an diesem Montag in Berlin.

Die Evakuierten sollten wahrscheinlich nach dem üblichen Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer aufgeteilt werden. Auch Angehörige in Deutschland sollten eine Rolle spielen. Der Königsteiner Schlüssel regelt die Verteilung von Asylbewerbern in Deutschland und richtet sich nach Steuereinnahmen und Bevölkerungszahl der Länder. Die Weißhelme müssen in Deutschland allerdings kein Asyl beantragen, sondern sollen "aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen" aufgenommen werden.

Die Weißhelme und ihre Familien waren in der Nacht zum Sonntag in einer bisher beispiellosen Rettungsaktion mit Hilfe Israels aus umkämpften Gebieten Syrien in Sicherheit gebracht worden. Die israelische Armee erklärte, die Menschen seien in unmittelbarer Lebensgefahr gewesen.

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