Flugzeugschaden: Steinmeier hängt stundenlang fest

Addis Abeba . Während der ersten Afrikareise seiner zweiten Amtszeit haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier alte Probleme wieder eingeholt: Wegen eines technischen Schadens konnte sein Regierungsflugzeug – ein Airbus A340 – am Dienstag in Äthiopien stundenlang nicht abheben. Im VIP-Bereich der „Konrad Adenauer“ hatte sich durch einen kaputten Computer starker Rauch entwickelt – glücklicherweise, noch während die Maschine auf dem Flughafen von Addis Abeba am Boden stand.

Steinmeier, 58, verbrachte die Wartezeit im Fünf-Sterne-Hotel Sheraton. Erst mit fünf Stunden Verspätung konnte die deutsche Delegation schließlich die Reise nach Tansania fortsetzen. Der Flug verlief dann ohne weitere Zwischenfälle.

Mit den insgesamt zwölf Regierungsflugzeugen, die dem Verteidigungsministerium unterstellt sind, gab es mehrfach schon technische Probleme. Auch Steinmeier hatte schon darunter zu leiden, bislang allerdings nur in seiner ersten Amtszeit. Seit der Rückkehr ins Amt war dies nun der erste technische Defekt. Zumindest gelang es aber, die A340 wieder zu reparieren, so dass auf die Anmietung einer Chartermaschine verzichtet werden konnte.

Nach Angaben des Flugzeug-Kommandanten Thomas Leveling hatte die Besatzung bei den Startvorbereitungen eine „relativ starke Rauchentwicklung“ bemerkt. „Ein Computer, der für die Lichtsteuerung zuständig ist, hat sich rauchend verabschiedet.“ Die Technik-Crew musste die Innenverkleidung abnehmen, alles überprüfen und den Licht-Computer ausbauen. Schließlich wurde die Afrikareise ohne das kaputte Teil fortgesetzt.