Afrikaner fordern Wiedergutmachung für deutsche Gräueltaten

Berlin. Afrikanische Gruppen haben eine Entschuldigung und Wiedergutmachung Deutschlands für Gräueltaten aus der Kolonialzeit gefordert. „Die Bundesregierung versucht Völkermord zu leugnen“, sagte Moctar Kamara vom Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Berlin vor der Übergabe von afrikanischen Gebeinen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Forschungsobjekte nach Berlin kamen.

Die Gebeine stammen zum Teil von Toten der ethnischen Gruppe der Herero, die zwischen 1904 und 1908 in der damaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ von Deutschen Kolonialtruppen getötet wurden. Heute gehört das Gebiet zu Namibia.