Wirtschaftsminister fordern Ausweitung der Ferienzeiten

Dresden. Die Wirtschaftsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, den Zeitkorridor für die Sommerferien in Deutschland auf 90 Tage auszudehnen. Ein entsprechender Vorstoß seines Landes sei auf der Ministerkonferenz in Dresden angenommen worden, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag nach Abschluss des Treffens.

Die Wirtschaftsminister fordern, die Ferienzeit-Planungen für die Jahre 2018 bis 2024 zu ändern. Für diesen Zeitraum ist bisher nur ein durchschnittlicher Zeitkorridor von 79,5 Tagen vorgesehen. „Für die Planung müssen neben pädagogischen auch ökonomische und touristische Gesichtspunkte einbezogen werden“, sagte Glawe, der den Vorsitz der Wirtschaftsministerkonferenz führt. „Jeder Tag, um den sich die Ferienkorridore verkürzen, kostet die Tourismuswirtschaft bis zu 120 Millionen Euro Umsatz.“

Glawe äußerte die Hoffnung, „Schützenhilfe“ von den Ministerpräsidenten zu erhalten, und forderte die Kultusminister zum Umdenken auf. Diese lehnen eine Ausweitung der Ferienzeiten bislang ab.