Steuereinnahmen sind wieder deutlich im Plus

Berlin. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind nach einem kurzen Dämpfer im August wieder stark gestiegen. Im September wuchs das Aufkommen ohne reine Gemeindesteuern im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,8 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Nach neun Monaten zeichnen sich damit für das laufende Jahr höhere Steuereinnahmen ab als bisher geschätzt.

Hauptursache für die gestiegenen Einnahmen ist vor allem der Zuwachs bei der Lohn- und Einkommenssteuer sowie bei der von größeren Unternehmen zu zahlenden Körperschaftssteuer. Hier schlagen vor allem die stabile Konjunktur, die anhaltend gute Beschäftigungslage und auch höhere Tariflöhne zu Buche. Und auch an der Tabaksteuer verdient der Bund weiter prächtig. Im dritten Quartal lag der Verkaufswert der versteuerten Tabakwaren mit 6,7 Milliarden Euro rund 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert, so das Statistische Bundesamt.

Nach den ersten drei Quartalen ergibt sich für alle Steuern ein Einnahmeplus von 3,2 Prozent auf jetzt 416,43 Milliarden Euro. Der Zuwachs liegt damit über dem für 2013 geschätzten Plus von 2,5 Prozent. Bei der Lohn- und Einkommenssteuer sowie der Körperschaftssteuer fällt die Zunahme bisher stärker aus als für das Gesamtjahr vorhergesagt. Die nächste Steuerschätzung für den Staat ist Anfang November. Eine Korrektur nach oben ist nun wahrscheinlich.

Im August waren die Steuereinnahmen erstmals seit dem Frühjahr 2012 gesunken – um 2,4 Prozent. Die Ursachen dafür waren jedoch Einmal- und Sondereffekte bei Unternehmenssteuern sowie höhere Abführungen an die Europäische Union. Die Konjunkturentwicklung bleibt aus Sicht des Finanzministeriums „angesichts günstiger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen aufwärtsgerichtet“.