NSU-Prozess

Terrortrio bereitete Morde offenbar akribisch vor

München. Die Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) haben ihre Anschläge offenbar akribisch geplant. In der letzten Wohnung des mutmaßlichen Terrortrios in Zwickau sei umfangreiches Kartenmaterial gefunden worden, berichtete ein BKA-Beamter vor dem Oberlandesgericht München. Insbesondere seien Stadtpläne sowie Routenplaner-Ausdrucke zu Nürnberg, München, Dortmund und Kassel gefunden worden. Überall dort gab es auch Mordanschläge der Gruppe. Darüber hinaus fanden die Ermittler Listen mit 267 Institutionen und Einrichtungen in den vier Städten – darunter Büros von Parteien, muslimische Einrichtungen, Beratungsstellen für Asylbewerber.