Steuerzahlerbund: Erst ab Montag arbeiten Deutsche für sich selbst

Berlin. Ein gutes halbes Jahr für den Staat, ein knappes halbes Jahr für sich selbst: Nach einer Studie des Steuerzahlerbundes arbeiten die Bundesbürger erst von diesem Montag an in die eigene Tasche. Demnach ging – rein rechnerisch – die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2013 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Erst vom 8. Juli an bleibe von Lohn und Gehalt etwas übrig. Der Präsident des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, verwies darauf, dass jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt derzeit 51,6 Prozent seines Verdienstes abführen müsse.

An den Berechnungen gibt es allerdings Zweifel. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erklärte, dass der Stichtag wegen Ungenauigkeiten in der Methode schon am 13. Juni gewesen sei. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass die Arbeitnehmer von gezahlten Steuern und Abgaben natürlich auch profitieren – und ohne diese Abzüge viel Geld etwa für ihre Krankheitsvorsorge ausgeben müssten.