Friedrich sagt Antisemitismus den Kampf an

Berlin. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) räumt dem Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz „absolute Priorität“ ein. „Der Kampf gegen Antisemitismus ist ein Kampf für die demokratische Zivilgesellschaft und deswegen unser aller Anliegen“, sagte Friedrich bei einer Konferenz zum Thema „Sicherheit jüdischer Einrichtungen“. Immer noch gebe es antisemitisch motivierte Straf- und Gewalttaten – „vorwiegend aus der rechtsextremistischen und islamistischen Szene“. Dazu zähle auch der tätliche Angriff auf den Berliner Rabbi Daniel Alter im vergangenen Jahr. Die Bundesregierung nehme diese Übergriffe sehr ernst. Der Bundestag will eine von allen Fraktionen außer der Linken unterstützte Resolution zur Bekämpfung von Antisemitismus verabschieden.

Friedrich erinnerte an die Gräueltaten der Nazis: Trotz dieses dunklen Kapitels der Geschichte zähle die jüdische Gemeinschaft hierzulande wieder 110.000 Mitglieder und sei eine der größten in Europa. „Jüdisches Leben ist Gott sei Dank wieder Bestandteil unseres Alltags geworden.“ Da Deutschland aber weiterhin „im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus“ stehe, seien auch Kindergärten, Schulen und Synagogen der jüdischen Gemeinden gefährdet und schutzbedürftig.