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Weiterer NSU-Anschlag? Bundesanwälte ermitteln

Im NSU-Prozess hat der Neonazi-Aussteiger Carsten S. seinen Mitangeklagten Ralf Wohlleben massiv belastet – von dessen Verteidigern will er sich aber nicht befragen lassen. Er stellte die Bedingung, dass Wohlleben zuvor selbst umfassend aussagt. Das sei für ihn wichtig, sagte Carsten S. am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München.

Nach Hinweisen von Carsten S. auf einen weiteren möglichen NSU-Anschlag 1999 in Nürnberg übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen – unter anderem wegen Verdacht auf versuchten Mord. Am Dienstag hatte S. über Andeutungen der beiden mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu einem Attentat in Nürnberg berichtet. Dort war im Juni 1999 bei der Explosion einer Rohrbombe in einer türkischen Gaststätte ein 18-Jähriger verletzt worden.

( (dpa) )

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