Kohde-Kilsch fällt bei Linken-Mitgliedern im Saarland durch

Saarbrücken. Die frühere Weltklasse-Tennisspielerin Claudia Kohde-Kilsch hat keine Chance auf Einzug in den Bundestag nach der Wahl am 22. September. Die vom ehemaligen Linken-Chef Oskar Lafontaine unterstützte 49-Jährige wurde am Sonntag zwar zur Linken-Direktkandidatin im Wahlkreis Saarbrücken gewählt. Bei der Aufstellung der Landesliste scheiterte sie aber im ersten Wahlgang. In einer Stichwahl bestimmte eine Landesmitgliederversammlung die Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz zur Spitzenkandidatin.

Lafontaine, 69, bewirbt sich nicht wieder um ein Mandat. In einer kämpferischen Rede warb er für Kohde-Kilsch. Dabei wurde er immer wieder durch Buh-Rufe unterbrochen. Kohde-Kilsch gehörte in den 80er- und 90er-Jahren zu den Stars im Tenniszirkus. Unter anderem gewann sie im Doppel mit Steffi Graf bei den Olympischen Spielen 1988 Bronze.