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Ausland zeigt sich unbeeindruckt

Der deutsche Ausstiegsbeschluss erntet im Ausland geteilte Reaktionen. Die Tageszeitung "Die Presse" aus Wien schreibt beispielsweise von einer "Hiobsbotschaft für jeden Klimaschützer".

Europäische Politiker äußern sich dagegen zurückhaltender. Frankreichs Premierminister François Fillon sagte: "Wir respektieren die deutsche Entscheidung." Frankreich bleibe allerdings dabei, dass Atomenergie eine Zukunftslösung sei.

Die tschechische Regierung befürchtet als Folge des deutschen Ausstiegs steigende Strompreise in ganz Mitteleuropa. Der polnische Regierungschef Donald Tusk sieht nun eine neue Chance für die polnische Kohle. Sein Land plane weiter den Atomeinstieg ab 2020: "Wenn ein Land keine Atommeiler bauen will, dann ist das sein Problem."