Hamburgs Millionäre werden von der Steuer wenig geprüft

München. Bei der Zahl der Steuerprüfer liegt Bayern bundesweit auf dem letzten Platz. Im Freistaat gibt es pro 100 000 Einwohner nur noch 118 Finanzbeamte - so wenig wie in keinem anderen Bundesland, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die Grünen-Bundestagsfraktion. Diese hatte den Umgang der Finanzämter mit Bürgern und Unternehmen in allen 16 Bundesländern untersucht.

Den Bundestags-Grünen zufolge haben Bayern und Baden-Württemberg ihre gesamten Steuerverwaltungen seit 2005 kräftig ausgedünnt. Baden-Württemberg landete mit 123 Finanzbeamten pro 100 000 Einwohnern auf dem zweitletzten Platz. Bayern baute 2,6 Prozent der Stellen ab. Hessen und Schleswig-Holstein stockten ihr Personal um mehr als 20 Prozent auf. Niedersachsen führt mit 298 Mitarbeitern. Zudem zeigt sich dem Blatt zufolge, dass Hamburg besonders häufig auf eine gesonderte Prüfung von Einkommensmillionären verzichtet.