Arbeitnehmer profitieren von Zuwanderung

Nürnberg. Zuwanderung beschert deutschen Arbeitskräften langfristig steigende Löhne und sinkende Arbeitslosigkeit - wenn auch nur in bescheidenem Umfang. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Die Forscher simulierten darin, dass 450 000 Erwerbstätige mehr nach Deutschland ein- als auswandern. Kurzfristig würden die Löhne der Einheimischen dadurch um 0,1 Prozent sinken, die Arbeitslosenquote nähme um 0,1 Prozentpunkte zu. Langfristig würden die Löhne jedoch um 0,1 Prozent steigen und die Arbeitslosenquote um 0,06 Punkte sinken.

Dagegen verlieren bereits in Deutschland lebende Ausländer durch weitere Zuwanderung. Ihre Löhne würden der Studie zufolge um 1,1 Prozent sinken, während die Arbeitslosenquote in dieser Bevölkerungsgruppe um 1,2 Prozent steigen würde. Ursache dafür sei, dass Neuzuwanderer stärker mit bereits hier lebenden Ausländern konkurrierten als mit deutschen Arbeitnehmern.

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