Ernst und Lafontaine in den besseren Hotels

Paris. Mit der Übernachtung in Vier-Sterne-Hotels in Paris haben Linke-Chef Klaus Ernst und sein Vorgänger Oskar Lafontaine nach einem Medienbericht für Unmut bei Parteifreunden gesorgt. Beim Kongress der Europäischen Linken an diesem Wochenende in der französischen Hauptstadt habe der Rest der Delegation mit Doppelzimmern in einem Zwei-Sterne-Haus vorliebnehmen müssen, berichtete der "Spiegel". Delegationsmitglieder hätten sich über den "teuren Klassenunterschied" geärgert. Der Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Hendrik Thalheim, sprach auf Anfrage von einem "völlig undramatischen Vorgang". Der aktuelle und der frühere Parteivorsitzende hätten eine herausgehobene Rolle. Und: "Man weiß, wie eng Übernachtungskapazitäten in Paris sind."

Unterdessen hat die nordrhein-westfälische Linke der bislang wichtigsten Entscheidung der rot-grünen Minderheitsregierung von Hannelore Kraft (SPD) in Düsseldorf den Weg geebnet: Bei der Abstimmung über den Nachtragsetat der rot-grünen Koalition Mitte Dezember im Landtag werden sich die Abgeordneten der Linken enthalten und damit die Verabschiedung des Haushalts ermöglichen. CDU und FDP reagierten empört.