DGB-Chef Sommer fordert höhere Beiträge statt Rente mit 67

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund geht im Streit um die Rente mit 67 in die Offensive. DGB-Chef Michael Sommer forderte, die Regelung auszusetzen und stattdessen die Rentenbeiträge zu erhöhen. Dies würde Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen nur 0,6 Prozentpunkte mehr kosten: "Das wäre keine Zumutung", sagte Sommer. Die SPD lehnte den Vorstoß ab. Sie will die Rente mit 67 davon abhängig machen, ob mindestens die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen einen Job hat. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält dagegen an der Reform fest. "Sie jetzt einzuführen, wäre gesetzeswidrig. Sie ist ausdrücklich an eine positive Entwicklung der Beschäftigung Älterer gebunden", sagte Sommer der "Passauer Neuen Presse". Immer mehr Menschen würden durch die Rente mit 67 von Altersarmut bedroht.