CDU-General: Es muss nicht Gorleben sein

Hamburg. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat sich offen gezeigt für die Suche nach einer Endlager-Alternative, wenn der Salzstock in Gorleben ungeeignet ist. "Wir werden wie vereinbart Gorleben erkunden, und das ergebnisoffen. Sollte sich eine Nichteignung herausstellen, müssen wir uns nach anderen Orten beziehungsweise Gesteinsformen umsehen", sagte Gröhe im Abendblatt-Interview.

Überlegungen, hoch radioaktive Abfälle im Ausland zu lagern, wies der Generalsekretär zurück: "Sicherheit muss an erster Stelle stehen. Deutschland hat die sichersten Kernkraftwerke und wird auch die Entsorgungsfrage am verantwortlichsten lösen." Gröhe ließ erkennen, dass die geplante Rückführung von Brennelementen nach Russland möglicherweise doch nicht zustande kommt. "Innerhalb der Bundesregierung ist noch keine Entscheidung über diesen Transport gefallen", sagte er.

Der Castortransport nach Gorleben am vergangenen Wochenende könnte nach Ansicht von Niedersachsens Regierungschef David McAllister (CDU) der letzte seiner Art gewesen sein. Nach den Erfahrungen vom Wochenende plädiere er dafür, zu überprüfen, "ob es Alternativen zu einer Zwischenlagerung des Atommülls in Gorleben geben kann", sagte ein Sprecher und bestätigte einen Bericht der "Welt". Damit distanzierte sich McAllister von der Planung, 2011 einen weiteren Transport aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben stattfinden zu lassen.