Kabinett verlängert drei Bundeswehr-Einsätze

Berlin. Die Bundesregierung hat die Verlängerung von drei Auslandseinsätzen der Bundeswehr mit bis zu 3000 Soldaten beschlossen. Die Marine soll sich ein weiteres Jahr am Kampf gegen Piraterie im Indischen Ozean und an der Anti-Terror-Mission im Mittelmeerraum beteiligen. Zudem soll die Stabilisierungsmission in Bosnien-Herzegowina fortgesetzt werden. Der Bundestag muss dem Kabinettsbeschluss noch zustimmen.

Die Bundeswehr ist derzeit mit mehr als 7000 Soldaten an elf Auslandseinsätzen beteiligt. Nach den Missionen in Afghanistan und im Kosovo ist der EU-Einsatz "Atalanta" gegen Piraterie das drittgrößte deutsche Engagement. Die Marine ist daran derzeit mit 320 Soldaten beteiligt. Das Mandat sieht eine Höchstgrenze von 1400 Soldaten vor, die auch beibehalten werden soll. Da die Piraten inzwischen über das Gebiet vor der Küste Somalias hinaus operieren, hat auch die EU ihr potenzielles Einsatzgebiet auf den gesamten Indischen Ozean und die angrenzenden Meere ausgeweitet. Das soll in dem neuen Mandat berücksichtigt werden.

An dem Marine-Einsatz "Active Endeavour" sind im Moment keine deutschen Schiffe beteiligt. Noch in dieser Woche soll aber die Fregatte "Bremen" mit 220 Soldaten ins Mittelmeer geschickt werden. Insgesamt soll die Bundeswehr laut Mandatsentwurf weiterhin bis zu 700 Soldaten zur Verfügung stellen können.