Bahnhofsumbau und Schnelltrasse Stuttgart-Ulm bleiben umstritten

Stuttgart/Berlin. Wie der Bahnhofsumbau in Stuttgart bleibt die geplante Schnellbahntrasse Stuttgart-Ulm heftig umstritten. Baden-Württembergs Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) sieht die Pläne durch neue Daten zur Wirtschaftlichkeit untermauert. Der Nutzen der ICE-Strecke liege "deutlich über den zu erwartenden Kosten", teilte Gönner in Stuttgart mit.

Dagegen erklärte der Bund für Umwelt- und Naturschutz, die Schnellstrecke stehe volkswirtschaftlich auf der Kippe. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis in neuen Berechnungen des Verkehrsministeriums auf 1,2 beziffert. Das bedeutet, jeder Euro Kosten hat einen Nutzen von 1,20 Euro. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die neuen Daten heute im Bundestags-Verkehrsausschuss vorstellen. Unterdessen stoppte die Bahn Arbeiten an einem Viadukt bei Aichelberg (Schwäbische Alb). Das bestätigte der Vermittler Heiner Geißler. Die Stuttgart-21-Gegner hätten die Friedenspflicht während der Schlichtung verletzt gesehen, weil die Bauarbeiten zur Schnellbahnstrecke gehörten.