Dämpfer für Steinbach bei Fraktionswahlen der Union

Berlin. Mit einem schweren Dämpfer hat die Unionsfraktion die umstrittene Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach erneut zur menschenrechtspolitischen Sprecherin gewählt. Die CDU-Abgeordnete erhielt bei der Wahl der Fachsprecher der Fraktion 71,1 Prozent der Stimmen. Im vorigen Jahr hatte sie 91,8 Prozent erhalten.

Steinbach hatte vor wenigen Wochen zuerst von polnischer Mobilmachung vor dem Zweiten Weltkrieg gesprochen und wenig später den Auschwitz-Häftling und früheren polnischen Außenminister Wladyslaw Bartoszewski als "schlechten Charakter" beleidigt. Fraktionschef Volker Kauder wurde mit 92,6 Prozent wiedergewählt.