Mutmaßliche libysche Spione schweigen vor Berliner Gericht

Berlin. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat gestern der Prozess gegen zwei der Spionage verdächtigte Libyer am Berliner Kammergericht begonnen. Beide verweigerten die Aussage. Laut Anklage sollen sie seit August 2007 im Auftrag eines libyschen Geheimdienstes im Exil lebende Oppositionelle bespitzelt haben.

Die Männer, ein 43-jähriger Beamter des libyschen Außenministeriums und ein 46-jähriger libyscher Labortechniker, waren im Mai am Berliner Flughafen Tegel festgenommen worden. Der 43-Jährige soll als Führungsoffizier europaweit ein Netz von Agenten geleitet haben.