Polizei befürchtet Mehrarbeit durch verstärkte Proteste

Berlin. Nach der Einigung der schwarz-gelben Koalition auf bis zu 14 Jahre längere Atomlaufzeiten befürchtet die Gewerkschaft der Polizei eine Eskalation der Proteste.

"Die Atompolitik ist das jüngste Beispiel dafür, wie sehr sich die Politik von Bürgerinnen und Bürgern abzusetzen scheint", sagte der Vorsitzende Konrad Freiberg gestern in Berlin. Die Verlässlichkeit in politische Entscheidungen scheine einer zu großen Nähe zur Wirtschaftslobby gewichen zu sein. Es sei keine allzu gewagte Prognose, dass sich die zunehmende Protestbereitschaft immer stärker und öfter auf die Straße verlagern werde. "Dort wird dann die Polizei mit den Wirkungen von plötzlichen Politikwechseln einerseits und dem wachsenden Unmut der Bevölkerung andererseits komplett alleingelassen", sagte Freiberg. "Dies wird die Polizei unweigerlich an die Belastungsgrenze bringen."