Erstes Kundus-Opfer verklagt Bundeswehr auf Schmerzensgeld

Berlin. Ein Jahr nach dem Tanklastwagen-Bombardement von Kundus hat ein erstes Opfer laut "Spiegel Online" die Bundeswehr auf Schadenersatz verklagt. Ein Fahrer der von Taliban entführten Lastwagen habe seine Klage über deutsche Rechtsanwälte beim Landgericht Bonn eingereicht. Darin verlange Abdul Malek Schmerzensgeld, weil er bei dem von der Bundeswehr angeordneten Nato-Bombardement am 4. September 2009 schwer verletzt worden sei. Zudem sei er bei den Entschädigungszahlungen nicht berücksichtigt worden. Die Bundeswehr hatte vor vier Wochen verkündet, 5000 Dollar (3900 Euro) pro Opfer zur Verfügung stellen zu wollen.