Bayern gegen leichtere Zuwanderung von Fachkräften

Berlin. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnt Vorschläge ab, die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland zu erleichtern. "Ich sehe überhaupt keinen Anlass, die Einwanderungsbestimmungen zu lockern", sagte er und erinnerte an die mehr als drei Millionen Arbeitslosen in Deutschland.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt unterstützt dagegen entsprechende Pläne von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), die auch eine Art Begrüßungsgeld vorsehen. Deutschland sei auf die Kompetenzen qualifizierter Zuwanderer angewiesen, sagte der Chef der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) der "Bild"-Zeitung. "Eine Zuwanderungspolitik, die sich am Bedarf des Arbeitsmarktes orientiert, führt zu mehr wirtschaftlicher Dynamik und damit auch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Einheimische."