Lafontaine weist Kritik an seinem Zaudern in Personaldebatte zurück

Saarbrücken. Der Fraktionschef der Linkspartei im Saarland, Oskar Lafontaine, hat Kritik an seiner Haltung zur Personaldiskussion in der Partei zurückgewiesen. "Wir sind dabei zu klären, in welcher Formation die Partei in den kommenden zwei Jahren geführt werden soll", sagte Lafontaine in Saarbrücken. Diese Diskussion dürfe nicht auf dem "offenen Markt ausgetragen" werden. "Bei mir bildet sich Unmut über die Schwatzhaftigkeit (bei der Linken)", ergänzte der 68-Jährige.

Nach dem Rücktritt von Parteichefin Gesine Lötzsch sind innerhalb der Linkspartei die Rufe wieder lauter geworden, Lafontaine möge mitteilen, wie er zu einer Rückkehr auf den Posten des Bundesvorsitzenden stehe. Lafontaine vertritt die Auffassung, die Debatte über die Besetzung der Führungsposten müsse auf die Zeit nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai verschoben werden. Lafontaine betonte gestern erneut, die Entscheidung werde erst der Parteitag Anfang Juni treffen.

( (dpa) )