Gauck will Thema Integration zu Schwerpunkt machen

Berlin. Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck will die Bemühungen seines Vorgängers Christian Wulff um eine bessere Integration von Zuwanderern weiterführen. "Die Politik von Wulff werde ich fortsetzen, mit meinen Worten", sagte Gauck bei einem Besuch in der FDP-Fraktion. Auch bei seinem Gespräch mit SPD-Abgeordneten betonte der 72-Jährige, das Thema Integration solle einen Schwerpunkt seiner Arbeit als Staatsoberhaupt bilden. In diesem Zusammenhang verwies er auf die USA, wo sich Einwanderer nach relativ kurzer Zeit als Amerikaner fühlten. Für eine ähnliche "Willkommenskultur" wolle er sich in Deutschland einsetzen.

Bei seiner Vorstellungsrunde in der Unionsfraktion betonte Gauck die Gemeinsamkeiten mit CDU und CSU. Auch die Union habe die Idee der Freiheit nie dem Zeitgeist geopfert, sagte er dort. Zwischen ihm und der Union gebe es keine große Distanz. CDU-Chefin Angela Merkel hatte sich bis zuletzt gegen die Nominierung Gaucks gewehrt und sich dann dem Druck der FDP gebeugt. "Ich habe sehr deutlich gesagt, welchen Werten ich mich verpflichtet fühle und welche Kultur im Land ich befördern will", sagte der ostdeutsche Theologe nach der Visite.

( (dpa) )