CDU und SPD im Saarland wollen zügig verhandeln

Saarbrücken. CDU und SPD im Saarland wollen nach dem Platzen der Jamaika-Koalition bereits Anfang dieser Woche über eine mögliche Große Koalition sprechen - doch auch eine Neuwahl des Landtags ist weiter möglich. "Es ist alles offen", sagte SPD-Sprecher Thorsten Bischoff gestern. Ob es zu einer Koalition von CDU und SPD komme, werde man im Verlauf der Woche sehen. SPD-Landeschef Heiko Maas hatte schon zuvor gesagt, Neuwahlen seien nicht vom Tisch.

Am Sonnabend hatte nach dem SPD-Präsidium auch der Landesvorstand beschlossen, das Gesprächsangebot von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) anzunehmen und Sondierungsgespräche mit zu führen. Maas sagte nach vierstündigen Beratungen, er gehe davon aus, dass "im Laufe des Monats Klarheit" herrsche, ob das Saarland künftig von einer Großen Koalition geführt werde oder ob es Neuwahlen gebe.

Auch Kramp-Karrenbauer versprach, die Beratungen "sehr zügig" auf den Weg zu bringen und so schnell wie möglich mit Maas zu sprechen: "Es wird sicherlich Anfang der Woche zu einer Kontaktaufnahme zwischen der Ministerpräsidentin und dem SPD-Landesvorsitzenden kommen", sagte die Sprecherin der Ministerpräsidentin.

Kramp-Karrenbauer hatte am Freitag parallel zum Dreikönigstreffen der FDP das bundesweit erste Jamaika-Bündnis auf Landesebene für gescheitert erklärt. Die Schuld gab sie der FDP wegen deren Personalquerelen.

( (dpa) )