Die Liberalen sprechen sich selbst Mut zu

Berlin. Führende FDP-Politiker verbreiten nach neuen Rückschlägen und Umfrage-Tiefstwerten Zuversicht. Fraktionschef Rainer Brüderle versprach dem in der Kritik stehenden Parteichef Philipp Rösler Rückendeckung: Dieser mache seine Arbeit sehr gut. "Und ich unterstütze ihn dabei aus voller Kraft", sagte Brüderle den "Ruhr Nachrichten". Ein Platzen der Koalition wie im Saarland schloss er für die schwarz-gelbe Bundesregierung aus: "Diese Gefahr sehe ich nicht. Schwarz-Gelb im Bund arbeitet gut zusammen."

Der sächsische FDP-Landesvorsitzende Holger Zastrow rief seine Partei trotz schlechter Umfragewerte von nur noch zwei Prozent zu Zuversicht auf. "Wir werden das Ganze überleben. Das verspreche ich", sagte Zastrow bei einem Liberalen-Treffen in Bautzen. Die Meinung der Bürger sei oft nahe an dem, was die FDP wolle. Die Wähler seien von der Partei aber irritiert, sie müsse mehr liberal-konservative Angebote machen.

Schleswig-Holsteins FDP-Landesvorsitzender Heiner Garg sieht eine realistische Chance für eine Trendwende bei der Landtagswahl am 6. Mai. Vom Dreikönigstreffen sei ein Signal der Geschlossenheit ausgegangen - auch wenn zeitgleich die schwarz-gelb-grüne Koalition im Saarland geplatzt sei, sagte er. "Wenn es jetzt der Bundes-FDP gelingt, die Partei als Garant für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand zu vermitteln, können wir das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen."

( (dpa) )