Bundeswehr

Guttenberg besucht Soldaten auf dem Balkan

Berlin. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) reist heute für zwei Tage in den Kosovo und nach Bosnien-Herzegowina. Auf dem Programm stehen Besuche der dort stationierten Bundeswehrsoldaten sowie politische Gespräche. Für Guttenberg ist es die erste Reise als Minister auf den Balkan. Als Teil der Nato-geführten internationalen Schutztruppe Kfor sind im Kosovo derzeit rund 1500 deutsche Soldaten im Einsatz. In Bosnien-Herzegowina gehören rund 120 Bundeswehrsoldaten zur europäische Friedenstruppe Eufor. Sie sichern die Einhaltung des Vertrags von Dayton ab, der 1995 das Ende des Krieges in Bosnien-Herzegowina und Kroatien besiegelt hatte.

Der deutsche General Markus Bentler hatte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärt, dass er den militärischen Auftrag der von ihm geführten Kfor-Schutztruppe für weitgehend erfüllt sieht: "Alle Herausforderungen, die es im Kosovo noch zu meistern gilt, sind nicht militärischer Natur." Die Kfor war 1999 in das Kosovo eingerückt, nachdem sich serbisches Militär aus der ehemals südserbischen Provinz zurückgezogen hatte. Zuvor hatte die Nato Jugoslawien bombardiert, um diesen Rückzug zu erzwingen. Die Bundeswehr stellt den größten Anteil der Schutztruppe.