Vorläufiger Jahresabschlusses

Rentenkassen trotz Krise gut gefüllt

Berlin. Die Wirtschaftskrise hat der gesetzlichen Rentenversicherung bisher nichts anhaben können. Im Gegenteil: Trotz leicht gestiegener Arbeitslosigkeit konnten die Rentenkassen ihre Rücklagen im vergangenen Jahr um rund 400 Millionen Euro auf 16,1 Milliarden Euro erhöhen. Dies ergibt sich aus den am Freitag verbreiteten Eckwerten des vorläufigen Jahresabschlusses der Rentenversicherung Bund.

Die Einnahmen aus den Pflichtbeiträgen seien 2009 um 0,24 Prozent auf rund 160 Milliarden Euro gestiegen. Dieses Ergebnis fiel damit um 400 Millionen Euro besser aus als noch im Oktober geschätzt.

Einen aktuellen Ausblick auf das laufende Jahr gibt die Rentenversicherung vorerst nicht. Der Schätzerkreis soll erst in den nächsten Wochen tagen. Dessen letzte Schätzung im November basierte noch auf alten Wirtschafts-Eckwerten der Regierung, wonach die Rentenversicherung in diesem Jahr mit einem Defizit von vier Milliarden Euro rechnete. Damals ging die Regierung von 4,1 Millionen Arbeitslosen für 2010 aus. Inzwischen erwartet sie nur noch 3,7 Millionen und entsprechend mehr Beschäftigte, die Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen.

Für Ende 2010 wird allerdings wegen der zurückgehenden Einkommenssumme ein Einbruch erwartet. Dann muss nach Angaben der Rentenversicherung die Rücklage um etwa vier Milliarden Euro abgeschmolzen werden.

Auf die Höhe der Renten und des Beitragssatzes hat die Finanzentwicklung ohnehin keinen unmittelbaren Einfluss. Für die jährliche Rentenanpassung zum 1. Juli steht bereits jetzt faktisch fest, dass es für die 20 Millionen Ruheständler eine Nullrunde gibt. Auch für 2011 sieht es derzeit nach einer Nullrunde aus. Der Beitragssatz von 19,9 Prozent wird nach Berechnungen der Bundesregierung frühestens ab 2015 wieder leicht sinken.

( (dpa) )