Gesundheit

Deutschland verkauft Schweinegrippe-Impfstoff

Berlin. Wegen des geringen Interesses an der Schweinegrippe-Impfung bleibt Deutschland inzwischen auf dem Impfstoff sitzen. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) sagte, er bemühe sich im Ausland um Interessenten für 2,2 Millionen Impf-Dosen. Die Ukraine habe bereits zugesagt, einen Teil davon zu kaufen. Laut Rösler liegt das Finanzrisiko bei den Bundesländern. Diese hätten 50 Millionen Dosen geordert, weil man zunächst zwei Impfungen pro Person für nötig hielt. Es reiche jedoch eine.

Rösler appellierte erneut an die Deutschen, sich impfen zu lassen. Es könne eine weitere Welle der Schweinegrippe geben. Seit dem ersten Ausbruch gab es in Deutschland 190 000 Infizierte und 86 Todesfälle. Geimpft sind bisher fünf Prozent der Bevölkerung und 15 Prozent des Ärzte- und Pflegepersonals.