Geschichte

Neue Internet-Datenbank über Reste der Berliner Mauer

Historische Fotos und eine Dokumentation hat die Technische Universität Cottbus im Netz zusammengestellt.

Cottbus. Überreste der 156 Kilometer langen Berliner Mauer und der ehemaligen DDR-Grenzanlagen rund um West-Berlin werden seit Mittwoch in einer neuen Internet-Datenbank dokumentiert. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer und ihrem anschließenden Abriss sei damit die bislang umfassendste Übersicht zu mehr als 1000 erhaltenen Mauerteilen und Spuren der Grenze erstmals im Internet verfügbar, teilte die Brandenburgische Technische Universität Cottbus am Mittwoch mit.

Dokumentiert werden zudem rund 1000 historische Fotografien, die 1988 und 1989 von den Grenztruppen der DDR aufgenommen wurden. Diese Fotos seien wichtige Dokumente für die bildliche Rekonstruktion der Mauer. Ab November soll die Datenbank auch auf Englisch zur Verfügung stehen.

Das Geoinformationssystem über die Berliner Mauer ist den Angaben zufolge seit 2007 im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts des Fachbereichs Denkmalpflege der Universität Cottbus, des Instituts für Zeitgeschichte in München und Berlin und des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam entwickelt worden. Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. (epd)